Atemübung – Blasebalgatmung

Vielfache Studien haben Einflüsse von Atemübungen auf Stress bezogene Erkrankungen belegt. Diese Atemübung ist die am stärksten vitalisierende Atemübung und wirkt als Wachmacher, Stimmungs-
Torsten Liem
Torsten Liem

Mit meinem Blog möchte ich das Feld der ganzheitlichen Gesundheit bestehend aus Fachwissen und praxisnahen Erkenntnisse zu MIND, BODY und LIFESTYLE für die Allgemeinheit zugänglich machen.

Vielfache Studien haben Einflüsse von Atemübungen auf Stress bezogene Erkrankungen belegt.¹

Atemübungen, wie die folgend beschriebene, die mit moderater intermittierender Hypoxie arbeiten (9% inspiriertes O2 und etwa 15 Zyklen/Tag) scheinen potenziell therapeutische Wirkungen zu zeigen.²

Diese Atemübung ist die am stärksten vitalisierende Atemübung und wirkt als Wachmacher, Stimmungsaufheller und fördert die Konzentration und das Gedächtnis, aber auch viele weitere Wirkungen sind festgestellt worden:

  • Verminderung der arteriellen Hypertonie
  • Stärkung der angeborenen Immunantwort
  • Verminderung von Entzündungen
  • Verminderung von Körpergewicht
  • Erhöhung der aeroben Kapazität
  • Verbessern der Glukosetoleranz
  • Erhöhung der Knochenmineraldichte
  • Verbesserung des räumlichen Lernens und des Gedächtnisses
  • Verbesserung der durch Ischämie verursachten Gedächtnisstörungen
  • Verminderung der Symptome der Depression
  • Verbesserung der postischämischen Wiederherstellung der myokardialen kontraktilen Funktion
  • Erhöhung der Atemkapazität bei chronischer obstruktiver Lungenerkrankung
  • Verbesserung der respiratorischen und nicht-respiratorischen somatischen Motorik nach Verletzungen der Wirbelsäule

Durchführung:

Das gesamte Atemsystem wird voll ausgenutzt. Die Ein- und Ausatmung ist gleich lang. Schnell und intensiv, aber ohne viel Druck, weder zu tief, noch zu flach, wird etwa 20 bis 30 mal ein- und ausgeatmet, aber ohne zu forcieren. Die Atmung geht mit einem Geräusch ähnlich eines Blasebalges einher. Am besten ist es, durch die Nase einzuatmen. Die Ausatmung kann durch den Mund oder die Nase erfolgen. Am Ende atmen Sie komplett aus, und halten die Atmung so lange wie möglich an. Dabei das Kinn Richtung Brustbein ziehen und die Zunge sanft an den Gaumen legen.

  • Während der Atmung kann Energie oder Wärme zu Bereichen gelenkt werden, die sich fest anfühlen.
  • Während des Atemanhaltens achten Sie darauf, dass sich diese festen Bereiche möglicherweise aufweichen.
  • Während dieser Atemübung können leichte kribbelnd Empfindungen und leichte Kopfschmerzen entstehen. Das ist ok. Bei Empfindungen wie Schmerz oder Schwindel sollte die Übung jedoch sofort gestoppt werden.
  • Diesen Zyklus zweimal wiederholen
  • Zur Prävention: 3 x pro Tag, Zur Heilung 8 x pro Tag
  • Als Heilbehandlung: Mindestens 5 Tage pro Woche und mindestens 2 Wochen pro Monat

Quellenangaben

¹ Brown RP, Gerbarg PL, Muench F: Breathing Practices for Treatment of Psychiatric and Stress-Related Medical Conditions. Psychiatr Clin N Am 36 (2013) 121–140

² Navarrete-Opazo, A, Mitchell, GS. Therapeutic potential of intermittent hypoxia: a matter of dose. Am J Physiol Regul Integr Comp Physiol 307: R1181–R1197, 2014.

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