Osteopathiezentrum Liem

Drei große Bereiche der Osteopathie

Für Osteopathen stellt der Organismus und der Mensch insgesamt eine Einheit dar. Jeder der folgenden Teilbereiche beeinflusst die übrigen. Sie können nicht getrennt voneinander betrachtet werden. Die Unterscheidung ist rein didaktisch, denn alle Körpersysteme sind miteinander verbunden und agieren in kontinuierlicher Wechselwirkung miteinander, um Gesundheit und Leben zu gewährleisten.

Parietale Osteopathie

Diese bezieht sich auf den Bewegungsapparat, das Muskelfaszienskelettsystem. Bewegungseinschränkungen, hervorgerufen durch abnorme Positionen der Muskeln, Gelenke, Bänder und Faszien (=bindegewebige Umhüllung von Muskeln) können durch gezielte Impulse korrigiert werden. Im Körper wird wieder ein neues statisches und dynamisches Gleichgewicht etabliert. So können etwa Beckenschiefstände, Fehlstellungen der Wirbel, Muskelverspannungen oder die im Körpergedächtnis verbliebenen Folgen eines umgeknickten Fuß behoben werden, falls diese ursächlich an Störungen beteiligt sind.

Bereiche Osteopathie Behandlung des vierten Lendenwirbels
Abb.: Behandlung des vierten Lendenwirbels

Kraniosakrale Osteopathie

Das Wort „Kraniosakral“ setzt sich zusammen aus den lateinischen Begriffen für Schädel (Kranium) und Kreuzbein (Sakrum) und bezeichnet zugleich den Bereich des Körpers, der hier besonders im Vordergrund steht. 

Das kraniosakrale System umfasst das Gehirn, die Hirnflüssigkeit, die Hirn- und Rückenmarkshäute, die Schädelknochen und das Kreuzbein. Insbesondere Kopfschmerzen und Störungen der Sinnesorgane, Seh-, Schluck- und Kieferstörungen, Mittelohr- und Nasennebenhöhlenentzündungen, sind im Bereich des Kraniums lokalisiert. 

Allerdings werden Befindungsstörungen vom Osteopathen stets unter Berücksichtigung aller Bereiche der Osteopathie behandelt. Denn die Beziehungsgefüge des Menschen stehen in der Osteopathie im Vordergrund und nicht einzelne Bereiche.

Gleichzeitig bezeichnet kraniosakrale Osteopathie auch bestimmte Behandlungsansätze. Sie zeichnet sich beispielsweise durch die Synchronisation des Osteopathen mit Mikrobewegungen in den verschiedenen Geweben des Körpers aus. Dieser Ansatz wurde von William G Sutherland erstmals entwickelt und unter anderem von Torsten Liem weiterentwickelt. Hier einige unserer Publikationen zu diesem Bereich:

Bereiche Osteopathie - Behandlung des Kopfes
Abb.: Behandlung des Kopfes

Viszerale Osteopathie

Diese bezieht sich auf die inneren Organe: Magen, Darm, Leber, Nieren, Lunge, Herz etc. Behandelt werden die rhythmische Eigenbewegung der Organe und ihre ligamentären und faszialen Verbindungen. Die nervale Versorgung, die Durchblutung und die Funktion jedes Organs kann normalisiert werden. Verdauungsstörungen lassen sich auf diese Weise auflösen, Entgiftungsprozesse einleiten und Stoffwechselstörungen harmonisieren, sodass der Organismus wieder gesunden kann. Hier einige unserer Publikationen zu diesem Bereich:

Bereiche Osteopathie - Behandlung des Magens
Abb.: Behandlung des Magens

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