9 Tipps zum Glücklichsein

9 Tips zum Glücklichsein
Torsten Liem
Torsten Liem

Mit meinem Blog möchte ich das Feld der ganzheitlichen Gesundheit bestehend aus Fachwissen und praxisnahen Erkenntnisse zu MIND, BODY und LIFESTYLE für die Allgemeinheit zugänglich machen.

9 Tips zum Glücklichsein

Während Glücklichsein nicht getrennt von vielen Kontexten zu sehen ist, siehe Artikel Glücklichsein, gibt es dennoch viele bewährte und wissenschaftlich untersuchte Möglichkeiten, wie Sie selbst etwas dafür tun können, um sich glücklicher und zufriedener zu fühlen. Es ist gewissermaßen eine Kompetenz und Fähigkeit, die „trainiert“ werden kann. Hier steht also mehr die Frage im Vordergrund, was bedeutet „Glücklich sein“ für Sie persönlich und welche Wege gibt es, dies zu erreichen. Auch bedeutet es Reflektionen darüber, inwiefern und wie Glücklichsein unabhängig oder trotz bestimmter widriger Umstände, möglich ist. Gleichzeitig beinhaltet es auch die Fähigkeit, die Sichtweise zu erweitern, in dem Sie lernen, Ihren gewohnten Fokus auf andere Bereiche zu richten. Und möglicherweise auch eigene Gewohnheiten (immer das halbleere statt das halbvolle Glas zu sehen) und Glaubensmuster (ich verdiene nicht glücklich zu sein) anzuschauen und zu relativieren, damit Sie mehr Glücklichsein erleben können.

Ich beispielsweise meditiere seit meinem 16. Lebensjahr und obwohl ich dies relativ regelmäßig ausführe, merke ich trotzdem, wie ich – gerade in herausfordernden Momenten in alte Muster zurückfalle. Oder ich bin unzufrieden mit mir, und mit bestimmten Situationen, bin eifersüchtig auf andere und die Gedanken kreisen. Trainiere ich mich dann, den Fokus wieder mehr auf die kleinen schönen Momente im Alltag und meinem Atem zu richten und nicht nur auf das, was gerade nicht so gut läuft, verändert sich langsam meine Zufriedenheit und ich verspüre gleichzeitig auch mehr Kraft und Flexibilität mit den Herausforderungen umzugehen. Das funktioniert für mich. Aber vielleicht funktioniert für Sie etwas völlig anderes. Es gibt keine fertige Gebrauchsanweisung, wie Sie ihr Glück erreichen, denn es ist von Ihnen, von Ihrem Leben abhängig. Deshalb lassen Sie sich von den Tips inspirieren, die für Sie Sinn machen und vergessen Sie den Rest. Oder noch besser, erstellen Sie sich eine eigene Liste… Im übrigen führe ich die Atembewusstheitsübung nicht unter meinen Top 9 Punkten an, auch wenn ich das praktiziere, weil Studien mehrfach zwar viele wichtigen Wirkungen dieser Übung gezeigt haben, aber nicht zwangsläufig eine Steigerung des Gefühls von Glücklichsein. 

Und zwei Ratschläge vorneweg: Probieren Sie mehrere Wege aus. Es gibt nicht nur einen einzigen Weg, um sich glücklich zu fühlen.

Und auch wenn Sie sich im Augenblick wenig glücklich fühlen, denken Sie nicht, dass etwas mit Ihnen nicht in Ordnung ist und vermeiden Sie es, sich mit anderen zu vergleichen. Jeder von uns ist anders, steckt in einer anderen Lebensphase und hat auch andere Anlagen genetisch, wie auch in Bezug auf frühe Phasen des Lebens, Zufriedenheit zu empfinden. Bin ich immer glücklich? Weit entfernt. In dem Sie die folgenden Tips befolgen, werden Sie jedoch Ihre Fähigkeit Glück wahrzunehmen kultivieren und üben und alleine dadurch mehr Glück empfinden. 

Hier nun die Liste der 9 Tips um Glücklich zu sein von mir, einem wirklich unvollkommenen Glücklichen.

  1. Werden Sie aktiv und beginnen Sie, sich selbst oder die Situation zu verändern, z.B. in dem Sie sich Ziele setzen. Wichtig, setzen Sie Ihre Ziele nicht gleich zu hoch sondern legen Sie dabei die Meßlatte für Ihr Glück niedriger. Auf diese Weise wertschätze ich Erfolge, die ich erlangt habe und Dinge, die ich erlebe, und vorher als selbstverständlich hingenommen habe. Das macht mich glücklicher. Zum Beispiel, wenn ich neben meiner Praxis- und Lehrtätigkeit ein neues Buch beginne, ist es meist ein riesiges unerreichbares Projekt. Ich fühle mich fast erschlagen und alles wirkt so schwer und das Ende ist überhaupt nicht in Sicht. Wenn ich aber kleine Etappen, ein Kapitel oder einen Absatz als Zielmarke formuliere, habe ich vielmehr Freude beim Schreiben und erlebe Erfolgs- und Glücksmomente. 
  2. Bewegung: Zahlreiche Studien belegen es, Bewegung macht glücklich und steigert geistiges Wohlbefinden. Zum Beispiel verbessern Aerobic- und Widerstandsübungen nachweislich Ihre Stimmungszustände. Wählen Sie, welche Art von Bewegung Ihnen liegt, dass kann auch Gärtnern sein. 
  3. Grün immer wieder grün: Der Kontakt mit der Natur ist mit einem höheren Maß an Glück und Lebenszufriedenheit assoziiert. Und in der Tat, trifft das auch auf Ihre Kinder zu. Nehmen Sie sich Auszeit für einen schönen Spaziergang im Wald, für ein Picknick auf einer Lichtung, eine Kräuterwanderung, Führen Sie Telefonate im Grünen oder machen Sie doch einfach Ihren Lieblingssport in der Natur. 
  4. Count your blessings nach Martin Seligman: Auch wenn die Wirkungen der positiven Psychologie Interventionen kleiner sind als ursprünglich gedacht, sind sie trotzdem signifikant wirksam. Um glücklicher zu werden, braucht es sowohl Willensanstrengung als auch einen richtigen Weg. Studien belegen, dass Interventionen, um sich glücklicher zu fühlen, funktionieren. Aber nur, wenn Sie wirklich dahinterstehen und wenn Sie fortgesetzt üben. Wie funktionierts? Denken Sie am Ende des Tages über drei Dinge nach, die am Tag passiert sind, für die Sie dankbar sind. Und warum Sie glauben, dass diese passiert sind. All das bringen Sie zu Papier. Führen Sie diese Übung über einen Zeitraum von 6 bis 8 Wochen, 2 bis 3 Mal pro Woche durch. Diese Übung wird Sie nachweislich glücklicher fühlen lassen.
  5. Dankbarkeit ausdrücken und sich anderen öffnen: Erstellen Sie eine Liste von den Menschen im Leben, denen Sie dankbar sind? Haben Sie diesen Menschen Ihre Dankbarkeit gezeigt? Wenn nicht, können Sie es mental nachholen. Oder Sie können an diese Menschen eine kurze Email oder einen Brief schreiben und ihr oder ihm danken. Zeige zum Beispiel Ihrer Partnerin/Ihrem Partner, Ihren Freunden, Ihren Sportkameraden oder Kollegen, dass Sie Ihnen wichtig sind und dass Sie dankbar sind, für die Zeit mit Ihnen. Führen Sie diese Übung über einen Zeitraum von 6 bis 8 Wochen, 2 bis 3 Mal pro Woche für 5-10 Minuten durch. Durch diese Übung wird nicht nur Ihre Lebenszufriedenheit nachweislich gesteigert, sondern ebenso senkt es Ihren Stresspegel.
  6. Gehen Sie auf andere Menschen zu: Mit Menschen Zeit verbringen, die Ihnen gut tun, macht glücklich. Nehmen Sie sich bewusst Zeit, um Freunde, die Ihnen wichtig sind, zu treffen oder zu kontaktieren. Auch wenn Sie mal sehr viel zu tun haben, können Sie beispielsweise eine kurze SMS oder Email senden oder für einige Minuten anrufen. Und wenn Sie zur Zeit keine oder wenig Freunde haben, suchen Sie aktiv Situationen, in denen Sie Menschen treffen können. Trauen Sie sich und machen Sie den ersten Schritt. Sie sind selbst dafür verantwortlich, sich in Situationen zu bringen, wo Sie neue Menschen kennenlernen, z.B. in einem Tanzkurs, beim Sport, auf Partys und nutzen Sie einfach jede Chance, um mit Leuten ins Gespräch zu kommen. Vermeiden Sie dabei auf den perfekten Freund zu warten oder selbst überperfekt und fehlerlos zu erscheinen und zeigen Sie stattdessen echtes Interesse an der anderen Person. 

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  7. Essen Sie Saures: Saurer Geschmack, wie zB das Reinbeißen in eine Zitrone, fördert die Risikobereitschaft. Tatsächlich ist das Eingehen von Risiken laut einer Studie von 2018, ein primitives Verhalten, das zu einem glücklicheren Leben führen kann, indem es ein Gefühl der Erregung durch Selbstverwirklichung vermittelt. 

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  8. Sei kreativ, Reframe: Reframing ist eine Möglichkeit, Ereignisse oder Personen, inklusive Ihrer selbst aus einer anderen Sichtweise zu betrachten. In dem Sie den Bedeutungsrahmen von Ereignissen ändern, ändern Sie auch die emotionale Bedeutung dieser Ereignisse für Sie. Und das ist einfacher, als Sie vielleicht denken. Stellen Sie sich vor, der Bus fährt Ihnen vor der Nase weg oder jemand schnappt Ihnen das letzte Taxi am Taxenstand weg. Anstatt diese Situation oder den Busfahrer einfach nur zu verfluchen oder sich darüber zu ärgern, dass Sie ein Pechvogel sind, könnten Sie sie ebenso umdeuten in: Endlich habe ich etwas Zeit innezuhalten und meinem Atem zu folgen. Oder: Toll ich habe dadurch die Möglichkeit etwas Gutes für mich zu tun und zur nächsten Bushaltestelle zu laufen. Sie denken jetzt vielleicht, dass Sie sich diese Bedeutung nur einreden. Und das stimmt auch. Allerdings reden Sie sich die andere Bedeutung ebenso ein, nur fällt es Ihnen nicht auf, weil Sie es aus einem Gewohnheitsmuster heraus automatisch machen. Jetzt entscheiden Sie sich bewusst für eine bestimmte Bedeutung, weil Sie Verantwortung für Ihr Wohlbefinden übernehmen. Und je öfter Sie dies tun, desto leichter wird es Ihnen fallen. Diese Art von mentaler Disziplin und Kontrolle ermöglicht Ihnen, negative Gedanken und Gefühle zu vermeiden bzw. aufzulösen. Es zeigte sich beispielsweise, dass ein ausgewogenes Reframing den Stress wirksam dämpfen kann. 
  9. Lachen: Viele Studien haben es wiederholt gezeigt, Lachen macht glücklich, führt zu einer signifikanten Abnahme von Depression und fördert nebenbei auch die Gesundheit. Selten ist es so einfach. Wie wäre es jetzt mit einer 2-minütigen Lachpause? Tun Sie etwas, von dem Sie wissen, dass es Sie zum Lachen bringt. Schauen Sie sich ein lustiges Videoclip, Clownerie oder Stand-up-Comedy an. Etwas von dem Sie wissen, dass es Sie zum Lachen bringt. Sie können auch ein lustiges Buch lesen. Eine weitere Möglichkeit ist, dass Sie einfach so vor Ihren Badezimmerspiegel Grimassen ziehen oder jede Handlung pantomimieren und dabei ungezwungen und laut Lachen. Sie können auch nur so zu tun, als würden Sie lachen. Es zeigte sich, dass auch nur so tun, als ob, bereits die Körperphysiologie verändert. Erlauben Sie sich dadurch, ihre spielerische Entdeckungshaltung zu stimulieren, ebenso wie die Absurdität oder Inkongruenz von Lebenssituationen zu würdigen. 

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