Kraniosakrale Osteopathie ist wirksam bei der Behandlung von Migräne
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Kraniosakrale Osteopathie ist wirksam bei der Behandlung von Migräne

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Die Migräne stellt ein komplexes Krankheitsbild dar, dessen Pathogenese noch nicht genau bekannt ist. Eine Theorie zur Ursache der lähmenden Kopfschmerzerkrankung geht davon aus, dass eine Störung im Gehirn vorliegt, bei der sowohl Nervenimpulse als auch chemische Stoffe eine Rolle spielen

Neuere Forschung aus dem Jahr 2013 untersuchte die Wirksamkeit der kraniosakralen Therapie auf Migränesymptome. In dieser Studie führte eine vierwöchige Therapie mit insgesamt sechs kraniosakralen Behandlungen zu einer signifikanten Verringerung der Migränesymptome und liefert damit erstmals Beweise für die Wirksamkeit der kraniosakralen Therapie (Arnadottir et Sigurdardottir 2013).

 

Wen die genauen Daten interessieren:

Es wurde ein Cross-Over-Studiendesign verwendet und zwanzig PatientInnen im Alter zwischen 20 und 50 Jahren, mit mind. zwei Migräneschüben pro Monat, wurden in zwei gleichgroße Gruppen randomisiert. Beide Gruppen erhielten innerhalb von vier Wochen sechs kraniosakrale Behandlungen. Zur Messung der Auswirkungen von Kopfschmerzen auf das tägliche Leben wurde der Headache Impact Test (HIT-6) verwendet, welcher von den Teilnehmenden wöchentlich beantworteten. 

 

Ergebnisse

Es kam zu einer signifikanten Verringerung der HIT-6-Werte im Vergleich zu den Werten vor Behandlungsbeginn. Die Verbesserung der Symptome trat unmittelbar nach der Behandlung sowie nach der letzten Behandlung auf und nahmen im Studienverlauf ab. 

 

Schlussfolgerung

Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass eine kraniosackale Behandlung wirksam bei der Behandlung von Migräne ist. Die AutorInnen schlagen weitere Forschung mit größeren Stichprobenumfängen vor, um die Ergebnisse weiter mit Beweisen zu untermauern.

 

Literatur

Arnadottir TS, Sigurdardottir AK. Is craniosacral therapy effective for migraine? Tested with HIT-6 Questionnaire. Complement Ther Clin Pract. 2013;19(1):11-14

Callager RM, Cutrer FM. Migraine: diagnosis, management, and new treatment options. Am J Manag Care. 2002;8(3; SUPP):S58-S73

Green C, Martin CW, Bassett K, et al. A systematic review of craniosacral therapy: biological plausibility, assessment reliability and clinical effectiveness. Complement Ther Med. 1999;7(4):201-207

Lipton RB, Bigal ME, Diamond M, et al. Migraine prevalence, disease burden, and the need for preventive therapy. Neurology. 2007;68(5):343-349

Sheftell FD. American Headache Society Committee for Headache Education: ACHE. Headache Care, Res Educ Worldw Front Headache Res Ser Vol 17. 2010;17:171

Stovner LJ, Andree C. Prevalence of headache in Europe: a review for the Eurolight project. J Headache Pain. 2010;11(4):289-299

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