„Gesundheit zu finden ist Aufgabe des Arztes. Krankheit kann jeder finden.“

Andrew T. Still

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Sportosteopathie

Sportosteopathie – Viele Parameter erfordern in der osteopathischen Behandlung des Sportlers gegenüber anderen Patienten ein besonderes Augenmerk. Die Behandlung von Profisportlern erfordert dementsprechend andere Kenntnisse gegenüber der Behandlung anderer Patienten. Beispielsweise steht beim Sportler nicht nur die Gesundheit im Vordergrund, sondern auch die Leistungsoptimierung. Leider ist das nicht zwangsläufig das gleiche. Die osteopathische Behandlung beim Sportler ist darauf gerichtet, die maximal mögliche Integration der verschiedenen Körpersysteme zu erreichen, mit dem Ziel das körperliche Potenzials im Leistungssport zu optimieren sowie, ganz wesentlich, Verletzungen zu vermeiden.

Torsten Liem entwickelte den ersten und bisher einzigen Studiengang Sportosteopathie in Deutschland und ist im Lehrteam Sportosteopathie tätig. So behandeln im Osteopathiezentrum Osteopathen, die zusätzlich zur Osteopathie, eine Ausbildung in Sportosteopathie absolviert haben. Das bedeutet, dass Sie bei uns auch als Sportler – von Profisportler bis Breitensportler – eine hochkompetente Behandlung, erhalten.

sportosteopathie - fussballspieler
Im Osteopathiezentrum Liem erhalten Profisportler wie Breitensportler eine hochkompetente Beratung

Diagnosefindung im Sport

Die Behandlung von Sportlern umfasst beispielsweise vor Beginn der Therapie eine fundierte individuelle sowie sportartbezogene Anamnese, Inspektion und Untersuchung.

Beim Sportler ist insbesondere die Befundung der Haltung relevant. Bereits minimale Abweichungen der Haltungssteuerung und störender ankommender Signale vom Körper beeinträchtigen die Leistung und erhöhen die Gefahr von Verletzungen.

Je nach Sportart und der Intensität, in der der Sport ausgeübt wird, entstehen Anpassungen und Veränderungen des Körpers. Diese sind nicht nur zu erwarten, sondern im Hinblick auf die Leistung auch nicht selten wesentlich. Würden diese bei „normalen Menschen“ auftreten, würden diese allerdings zu einer osteopathischen Behandlung motivieren. Deshalb sind Sportartspezifische Kenntnisse so wesentlich in der Behandlung von Sportlern.

Warum kann bei einem übermäßig motivierten Sportler, die Leistung sich sogar verschlechtern?

Hier ist für den Osteopathen profunde Kenntnisse des Immunsystems und Regenerationssystems von Bedeutung, um angemessen behandeln zu können. Hier ist in der osteopathischen Behandlung besonders auf ein mögliches Missverhältnis zwischen Belastung und Belastbarkeit und Overtraining zu achten.

Immun- und Stressachse, metabole Achse sowie die Achse des autonomen Nervensystems spielen eine sehr große Rolle, ebenso die mitochondriale Aktivität im Organismus. Akute periphere Ermüdung – mögliche Ursachen. Sehr viele Beeinträchtigungen des Sportlers haben mit einer beeinträchtigten Aktivität dieser Achsen zu tun. Beispielsweise sind diese auch bei einer akuten oder chronischen periphere Ermüdung beteiligt.Die Feinjustierung dieser Systeme im Hinblick auf den Sport stellen einen wesentlicher Teil in der Behandlung von Sportlern dar.

Sportosteopathie - Muskelphysiologie

Auch die Kenntnisse der Muskelphysiologie sind in der Behandlung von Sportler viel stärker von Bedeutung als bei anderen Patienten. 

Beispielsweise ist die Oberkörpermuskulatur aus anderen Muskelfasern zusammengesetzt ist, als die Beinmuskulatur. Sie benötigt deshalb auch andere Energieträger und löst andere Wirkungen im Körper aus, wie Entzündungsfördernde oder Entzündungshemmende Prozesse. Durch sportartspezifisches Training werden diese ganz unterschiedlich stimuliert, welches Folgen hat für das Verständnis möglicher Verletzungsanfälligkeiten wie auch für die Behandlung von Sportverletzungen.

Sportosteopathie - Herzkreislauf- und Verdauungssystem

Für den Osteopathen, der Sportler behandelt, wird es zur Gewohnheit, die jeweilige körperliche Aktivität im Hinblick auf die Auswirkungen im Herzkreislaufsystem zu behandeln. Die Verdauung ist ein großes Thema in der Sportmedizin. Eine dysfunktionelle Verdauung beeinträchtigt sportliche Leistung.

Sportosteopathie - Posttraumatische Adaptationen

In der Behandlung von Sportlern geht es aber nicht nur um die Behandlung von Unfällen. Posttraumatische Adaptationen können die Leistung, wenn auch nur minimal mindern, ohne selbst deutlich in den Vordergrund zu treten. Diese subtilen Veränderungen zu erfassen und in der Behandlung zu berücksichtigen, ist wesentlich für Leistungssteigerungen, aber insbesondere auch für die Prophylaxe von Verletzungen.

Sportosteopathie - Akute und chronische Verletzungen

Schließlich ist die Behandlung bei chronischer Verletzung deutlich anders als bei akuter Verletzung. Hier sind Kenntnisse der Mechanismen und Faktoren für die Prophylaxe, die therapeutischen Ansätze und Rekonvaleszens unerläßlich. 

Primäre Verletzungen machen nur 20% aus, während sekundäre Verletzungen etwa 4 mal so häufig auftreten. 80% der Verletzungen sind kontaktlos. Letztere können durch eine Vielzahl von Maßnahmen erfolgreich vorgebeugt werden. So wird beispielsweise die muskuloskelettale Verletzungsfreiheit stark durch Körpergewicht (genauer BMI) und Alter beeinflusst. Bauchfett ist ein Risiko für Verletzungen. 

Auch chronobiologische Einflüsse, wie der Schlaf und die Schlafqualität spielen eine große Rolle.

Geschlechter spezifische Unterschiede

Auch Geschlechter spezifische Unterschiede haben große Auswirkungen im Sport. So haben Sportlerinnen ein vier- bis sechsmal höheres Risiko für Gelenk- und Knochenverletzungen. Mit den nötigen Kenntnissen und angemessenen therapeutischen Maßnahmen können wir dieses Risiko deutlich vermindern.

sportosteopathie - tennis spielern
Sportlerinnen haben ein vier- bis sechsmal höheres Risiko für Gelenk- und Knochenverletzungen

Ernährung

Nicht zuletzt sind sportartspezifische ernährungsphysiologische Kenntnisse wesentlich. Denn es gibt hier große Unterschiede, eine Golferin benötigt ganz andere Nahrung als eine Kraftsportlerin oder eine Marathonläuferin. Dogmatische Ernährungstips sind hier kontraproduktiv, individuell angepasste Lösungen hingegen nötig.
sportosteopathie - marathon
Eine Marathonläuferin hat anderen Ernährungsbedarf als z.B. eine Golfspielerin
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