„Ich glaube, dass die menschliche Maschine die Apotheke Gottes ist und alle Heilungen der Natur darin zu finden sind.“

Andrew Taylor Still

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Die osteopathische Behandlung

Einer osteopathischen Behandlung geht immer von beiden Seiten, Osteopath/in und Patient/in, neben dem Wunsch nach Heilung, auf irgendeine Weise der Wunsch voraus, sich dem Leben mehr und tiefer zu öffnen. Erst im zweiten Schritt sind es die Erfahrungen und Kenntnisse und die Qualität der Berührung…

Die ersten Informationen über Ihren Gesundheitszustand und Ihre Haltung dem Leben gegenüber haben Sie dem Osteopathen unbewußt schon beim Betreten des Sprechzimmers mitgeteilt: 

durch Ihren Gang und Ihre Haltung, Ihre Stimme, Ihre Mimik. Stehen und gehen Sie vorwärtsgeneigt, oder ist der Körper leicht gedreht oder übermäßig gerade? Ist eine Schulter leicht hochgezogen oder neigt sich der Kopf stärker zu einer Seite? Atmen Sie in den Bauch oder in den Brustkorb? Ist die Atmung tief und langsam oder oberflächlich und schnell? Solche Merkmale geben wichtige Hinweise.

In der Erstbehandlung folgt dann in der Regel ein ausführliches Gespräch über den Grund der Konsultation. Dieses Anamnese-Gespräch umfasst auch die Vorgeschichte der Krankheit bzw. des sich Krankfühlens.

Dabei können Dinge eine Rolle spielen, die auf den ersten Blick vielleicht nichts mit Ihren Beschwerden zu tun haben. Dazu gehören z.B. neben lange zurückliegenden Unfällen, Krankheiten, Operationen und emotionale Belastungen auch die aktuelle Lebenssituation, Lebensgewohnheiten (Ernährung, Bewegungs- und Schlafverhalten etc.) und Arbeitssituation.

Letztlich möchte Ihr Osteopath Ihre Lebensgeschichte hören von Beginn der Zeugung oder sogar davor, der Schwangerschaft, der Geburt, der frühkindlichen Zeit, bis zum jetzigen Zeitpunkt. Alle diese Erlebnisse können unter Umständen mit den aktuellen Beschwerden in Beziehung stehen, insbesondere wenn diese schon länger bestehen.

Auch alles, was Ihnen wichtig erscheint, sollten sie in diesem Gespräch dem Osteopathen mitteilen. Auch Bluttests oder Darmanalysen oder radiologische Aufnahmen können notwendig werden. Zunächst können unsere Hände viel aber nicht alles.

Beispielsweise ist die wichtige Frage, wie sich Ihre Darmbakterien zusammensetzen oder ob sie eine durchlässige Darmbarriere haben, die mit verantwortlich für Ihre Beschwerden sind, nur zu beantworten sein, indem Informationen aus der Anamnese, der Handberührung des Bauchraums, evtl. aus dem Ergebnis eines ausgefüllten Fragebogens und gegebenenfalls aus einer Stuhlprobenanalyse zusammengebracht werden.

Die osteopathische Behandlung - Es folgt eine ausführliche Untersuchung.

Der Handkontakt nimmt in der osteopathischen Praxis den Hauptteil der Behandlung ein. Auch in der Untersuchung des Körpers werden über die Hände die Beweglichkeit, Elastizität, Spannung und der energetische Zustand von Gelenken, Muskeln, Organen, Nerven, Gefäßen und anderen Geweben diagnostiziert und in Bezug zu Ihrer Lebenssituation gebracht.
Falls nötig, werden weitere medizinische Untersuchungen veranlasst, wie z.B. radiologische, neurologische oder Blut-Untersuchungen.

Die osteopathische Behandlung

Osteopathen arbeiten nicht mit bestimmten Techniken für bestimmte Krankheiten, sondern sie versuchen, bei jedem Patienten die individuellen Faktoren zu ermitteln, die zu der Störung im Organismus geführt haben. Deshalb kann es sein, dass zwei Menschen mit exakt denselben Beschwerden ganz unterschiedlich behandelt werden.

Da es sich um einen ganzheitlichen Ansatz handelt, richtet sich die osteopathische Behandlung nicht nur an das Gewebe des Körpers, sondern berührt gleichermaßen Herz und Geist des Patienten.

Das Mysterium der Behandlung

Letztlich ist es die Erfahrung, die Kenntnisse und das Einfühlungsvermögen des Osteopathen, die ihm ermöglicht zu verstehen, wie Lebensumstände aus der Vergangenheit und Gegenwart Einfluß auf bestimmte Befindensstörungen, wie zum Beispiel Schmerzen haben können und wie der Zusammenhang zu verspannten Muskeln, verfestigten Faszien, fixierten Gelenken veränderten Gleitfähigkeiten von Nerven oder Gefäßen tatsächlich sind.

Dieses Verständnis kann nur gemeinsam mit dem Patienten entstehen. Am Ende ist vor allem wesentlich, dass die Patientin oder der Patient, versteht wie alles zusammenhängt. Denn dann besteht sogar die Möglichkeit, das Leben viel bewusster und selbstverantwortlicher zu leben und langfristig ein viel tieferes umfassenderes gesundes Empfinden entsteht, als es vielleicht jemals bestanden hat. In diesem Sinne ist die Osteopathin oder der Osteopath nicht nur Therapeut, sondern eher Begleiter. Gemeinsam erkunden sie, mittels der feinfühligen Berührung, wie alles zusammenhängt und sich Richtung Wohlbefinden entwickeln kann.

Wie zum Beispiel ein kleiner verspannter Muskel am Unterrand des Hinterkopfes wie zum Beispiel der M. semispinalis oder der M. rectus capitis posterior major, der einen noch viel kleineren Nerven, den N. occipitalis major reizt, der vielleicht mit Spannungskopfschmerzen in Verbindung steht. Natürlich kann kurzfristige Entspannung des Muskels helfen. Doch was bringt den Muskel dazu sich anzuspannen? Das können eine Vielzahl von Einflüssen sein und meist auch Kombinationen von Einflüssen: zum Beispiel bereits erhöhten Entzündungsfaktoren im Blut aufgrund der Ernährung von zuviel Getreide und Süssigkeiten oder/und zuviel bewegungslosem Sitzen, dann schließlich weil bestimmte Gefühle und Glaubensmuster, die bereits aus Zeiten der frühen Kindheit im Verborgenen wirken und unbewusst die Körperhaltung beeinflussen.

Vielleicht war der Auslöser ein Sturz oder eine Trennung von einem Partner, doch den Blick ausschließlich nur auf den Auslöser zu richten, greift viel zu kurz Link. Das Verständnis dieser Zusammenhänge seitens des Osteopathen und Patienten ist immer auch abhängig von den eigenen Erfahrungen im Leben und Beruf. So ist eine osteopathische Behandlung immer sehr individuell, eine gemeinsame Reise für eine bestimmte Zeitperiode und ist manchmal auch in der Lage, tief drinnen das Leben tiefgreifend zu verändern.

Ende der osteopathische Behandlung

Am Ende der Behandlung beantwortet der Osteopath aufgetretene Fragen, gibt Hinweise, wie Sie die Gesundung unterstützen können und äußert Vermutungen über die Prognose. Falls nötig, empfiehlt er eine zusätzliche oder weitere Behandlung durch einen Facharzt oder einen anderen Therapeuten.

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